Veröffentlicht in Berlingeschichtchen, Dies & Das, Johanniter

Berlingeschichtchen

Obwohl ich nach meinem Urlaub in Berlin irgendwie einige Zeit lang keine einzige der kleinen Anekdötchen mehr wusste, die einem in einer Stadt von Welt, wie Berlin passieren, fällt mir das ein oder andere zwischenzeitlich wieder ein… Und da ich ja dazu lerne hab ichs mir notiert, – im Geiste, das Notizbuch hab ich immer noch nicht gefunden, demnach auch keins angeschafft 😉

Jedenfalls… Pariser Platz, – die Geschichte ist nicht soo direkt mir widerfahren, sondern eher dem Leiter der Gruppe, die mit in Berlin war und sie ist auch schon ein paar Jahre her… Jedem, der schon mal mit auf dieser Berlinfreizeit war, wird sie zu den Ohren heraushängen, – ich erzähl‘ sie trotzdem nochmal 😉

Vor einigen Jahren war wohl eine Gruppe von Mädchen mit, unter denen einige reichlich naiv waren. Die Gruppe schlenderte auf Sightseeingtour vom Brandenburger Tor ins Regierungsviertel als eines der Mädchen auf ein Schild aufmerksam wird, dass den Platz mit ‚Pariser Platz‘ betitelt, um die Nähe zur französischen Botschaft weiß sie nicht.
Unser Gruppenleiter hat manchmal Züge von Kaptain Blaubär und somit dachte er nur kurz nach, als sie ihm die Frage stellte, warum dieser Platz nun ausgerechnet ‚Pariser Platz‘ heißt…
‚Weißt du,‘ sagte er, ‚in einer Zeit wie heute, in denen zumindest die aller, aller Meisten Menschen gut aufgeklärt sind, lässt sich gar nicht mehr wirklich dahin zurückdenken, als der Großteil der Bevölkerung nur schlecht bis gar nicht aufgeklärt war. Logisch, dass die Rate der HIV-Infektionen deutlich höher lag, als sie heutzutage liegt.‘ Die Mädchen nicken eifrig, – logo, können sie nachvollziehen, wissen sie. ‚Also hat man entschieden, – Berlin, – so als Deutschlands Hauptstadt und eine Großstadt mit hoher Infektionsrate, muss irgendein Zeichen setzen, gegen HIV-Infektionen und für den Schutz. Man hat also hin und her überlegt, – was eignet sich am Besten, was ist ein weites Zeichen, einen Platz zu dem Sinn zu nutzen erschien als eine gute Idee, – nur, kann man einen Platz einfach so ‚Kondom Platz‘ nennen?‘ Die Mädchen in einem kicher-kritischen alter kichern etwas verlegen. ‚Am Ende kam man eben zu dem Schluss, das ‚Pariser‘ ein ganz gutes Wort ist und man so auch einen Platz betiteln kann.‘ Die Mädels schauen sich an, – schlüssig, ja, kann durchaus so sein.
Es wird Abend in der Jugendherberge und die ein oder andere Mutter ruft an, – das übliche ‚Alles okay? Ja, super‘ Mutter-Kind-Telefonat am Abend und zwischen verschiedenen, begeisterten Erzählungen über das am Tage gesehen mischt sich ein ‚Und am Kondom-Platz waren wir auch, Mama!‘.

Gut, – ich geb zu, die Geschichte ich nur halb so lustig… Na ja, – vielleicht konnte ich euch doch ein schmunzeln entlocken 😉 Und wenn nicht, – tja, dann halt nicht… 😛

Vielleicht gibts die Tage nochmal was etwas geistreicheres…
Bis dahin grüßt das Schneckenhäuschen 🙂

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Autor:

Lebt, liebt, lernt, träumt den Traum vom Medizinstudium. HiOrg, RS, Staatsexamen MTLA vor der Tür. Lebt vom Partymolekül in ihrem Blut.

4 Kommentare zu „Berlingeschichtchen

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