Veröffentlicht in Johanniter

Aller Anfang ist Chaotisch?

Wie bei quasi allem im Leben, muss man durch viele Dinge zum ersten Mal, erste Prüfungen, erste Lehrgänge, erste Umsetzungen, so auch, als angehende Lebensrettende-Sofort-Maßnahmen-, (LSM) und Erste-Hilfe-Kurse (EH) Ausbilderin, wie es das Schneckenhäuschen ist.
Drei einfache Samstags-LSM-Kurse für zum Beispiel Führerscheinanwärter hatte das Schneckenhäuschen schon als Praktikantin und Co-Ausbilderin hinter sich, als es dann auf den ersten zweitägigen EH-Kurs als Co-Ausbilderin zu ging.

Das Schneckenhäuschen rechnete damit, eine genauso gelangweilte  EH-Truppe vorzufinden, wie sie sie aus den teils doch sehr frustrierenden LSM-Kursen kannte.
Klar niemand, der sich null für das Thema anderen helfen interessiert geht gern in so einen Kurs… und klar, die wenigsten, die da sitzen, interessieren sich dafür, die wollen schließlich ja nur ihren Führerschein… Mir persönlich taten bisher immer die wenigen, motivierten und interessierten Leid, die darunter leiden mussten, dass ihre Mitkursler zu gut Deutsch keinen Bock hatten…

Dieses Mal war es dann doch ein wenig anders.
Schon, als ich relativ abgehetzt, weil fast zu spät vom Schreibtreffen des NaNoWriMo (ich hab doch tatsächlich bei den lieben Leuten und unter meinem getippe die Zeit vergessen und meinen Bus verpasst!)  zur Unterkunft meines OVs kam, in dem wir auch die Kurse anbieten,  wurde man neugierig beäugt, eine ganze Gruppe, doch recht junger Leute stand vor der Tür der Unterkunft, einige rauchten noch, andere trauten sich offensichtlich noch nicht hinein.
Wie man das so macht, wenn man es eilig hat läuft man mit einem freundlichen ‚Haaaallo‘ in die Unterkunft, huscht die Treppe herunter und erwischt dabei seine Ausbildungsanleiterin, man entschuldigt sich brav für die Verspätung und sieht zu, dass man es so schnell wie möglich schafft, sich umzuziehen, – Mist, mal wieder den Gürtel vergessen, den Pulli auch, na ja, muss halt irgendwie auch so gehen. Dann wieder schnell nach oben, Kaffee kochen, – für die Kursteilnehmer und für die müden Ausbilder und dann noch schnell mit der Co-Ausbilderin absprechen, wie man das am besten macht, wer wann und was ausbildet und was es halt so zu klären gibt. Die Ausbildungsanleiterin baut ihr Netbook und den Beamer auf und zeigt dem Frischling Schneckenhäuschen noch rasch ihre Präsentation, die zu Schneckenhäuschens Erleichterung die Folien des Skriptes enthält, dass das Schneckenhäuschen in der Hoffnung, es sei schon eines in der Unterkunft, zuhause gelassen hat, das wäre beinahe mies gelaufen.

Jetzt ist es aber kurz nach vier, die Ausbildungsanleiterin gibt sehr vorbildlich einen Überblick über die Dauer und den Aufbau des Kurses, – das hätte das Schneckenhäuschen glatt vergessen. Dann die Vorstellung, die Ausbildungsanleiterin, stellt sich vor, „Hallo, ich bin die Christiane und diesen EH Kurs machen wir zu zweit, – um ein wenig Abwechselung in die Sache zu bringen und damit einer von uns euch nicht zu Tode langweilt.“ Das Schneckenhäuschen ist froh, dass sie nicht direkt als die bedeppterte Praktikantin dargestellt wird, beschließt aber nach einem Blick durch den Kurs, – niemand schaut ganz böse und gemein drein, diesen Fakt doch kund zu tun. Laut genug sprechen, schön langsam reden, niemanden direkt, aber alle indirekt anschauen. Das Schneckenhäuschen hat das schon einige Mal versucht, in LSM-Kursen, aber da saßen die Teilnehmer in Reihen und es war einfacher, eine fixe Linie hinter ihnen zu bilden und an dieser hin und her zu wandern. Dieses Mal sitzen die Teilnehmer in einer U-Form und schauen erwartungsvoll, statt genervt-gelangweilt. „Okay“, sagt das Schneckenhäuschen. „Ich bin das Schneckenhäuschen und bin dieses Wochenende die Praktikantin in diesem Kurs, das ist also mein erster EH-Kurs als Ausbilderin, aber ich bin schon ein paar Jahre bei der JUH und habe schon eine Hand voll LSM-Kurse gegeben. Ich hoffe, das werden zwei okaye Tage und wir kommen gemeinsam gut durch, und ich hoffe, Sie gehen Sonntag hier raus und haben einiges gelernt.“
Christiane fragt, aus welchen Gründen die Leute in den Kurs gekommen sind, es geht von links nach rechts eine Runde durch.
Links sitzen erst einmal fünf junge Männer, sie sind wohl für einen BH, – einen Betriebshelfer da, und kommen von einer Firma, die irgendetwas mit Computern macht, aha, Strom denkt das Schneckenhäuschen. Die nächsten fünf sind angehende PTAs, Pharmazeutisch-Technische-Assistenten, vier Mädels, und ein Mann. Darauf folgt der älteste und doch sehr interessiert dreinschauende Teilnehmer, er liegt irgendwo in der Altersklasse zwischen 70 und 80, daneben eine angehende PKA, Pharmazeutische-Kaufmännische-Assistentin. Die rechte Seite ist wohl die freiwillige Seite. Sie beginnt mit einem Mädchen, dass ein Freiwilliges Soziales Jahr, also ein FSJ in einer Schule für behinderte Kinder macht und sich daher interessiert, neben ihr eine Frau, die sich dafür interessiert, da sie auf einem Reithof verkehrt, der offensichtlich eine reine Unfallquelle ist. Daneben noch ein junges Mädchen, dass auf dem Weg zur Trainerin ist und daneben ein Ehepaar, die beide sehr interessiert sind und den Kurs laut eigenen Aussagen aus eigenem Interesse machen.

Christiane bietet das Du an, – das hätte das Schneckenhäuschen alleine nicht getan und wird auch im Rest des Kurses so ihre Probleme damit haben…

Verzeihung…. to be continued 😉

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Autor:

Lebt, liebt, lernt, träumt den Traum vom Medizinstudium. HiOrg, RS, Staatsexamen MTLA vor der Tür. Lebt vom Partymolekül in ihrem Blut.

4 Kommentare zu „Aller Anfang ist Chaotisch?

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