Veröffentlicht in Johanniter, NaNoWriMo 2010

Aller Anfang bleibt Chaotisch!

Vorab entschuldige ich mich mal bei allen, die in den letzten Tagen regelmäßig nach der Fortsetzung der EH-Kurs-Geschichte geschaut haben, – NaNoWriMo und Schule fressen mich auf, aber ich bin okay, wohlauf, gerade mal wieder im Plan und werde wohl die 40.000 Wörter entweder noch heute oder irgendwann morgen knacken 🙂 (Und generell entschuldige ich mich für die ‚to be continued…‘-Sache, – das hasse ich ja selber auch immer 😉 )
Jetzt gehts aber dann weiter 🙂

Die Ausbildungsanleiterin des Schnecknhäuschens hat das Du angeboten und der Kurs war einverstanden, immerhin macht sie auch noch den Einstieg mit einem schönen Film von Quarks&Co indem ein Autounfall simuliert wird und geschaut wird, ob Menschen anhalten um zu helfen, oder eher vorbeifahren. Zu beginn lachen die Teilnehmer über die Leute, die vorbeifahren, oder anhalten und total schockiert sind. Und dann, plötzlich, man sieht es in ihren Gesichtern, realisiert einer nach dem anderen, was das heißt, dass auch sie dort liegen könnten. Das Fazit des Filmes ist, jeder zweite Autofahrer fährt vorbei, die Ausreden sind gelinde gesagt dumm. Der Film ist zu Ende und die Kursteilnehmer auf dem bitteren Boden der Tatsachen. Während Christiane mit ihnen Gründe fürs nicht helfen und Motivation zum helfen durchgeht, stellt das Schneckenhäuschen fest, dass Christiane den JUH-Imagefilm (Vorsicht, wenn du auf diesen Link klickst, wirst du den Ohrwurm nie wieder los… und verspürst vielleicht den Drang, der JUH beizutreten, weil wir soo viele tolle Sachen tun! 😉 ) vergessen hat, der sonst ganz zu Beginn des Kurses gezeigt wird und einen Megaohrwurmcharakter hat. Und ist ein wenig erleichtert, ich bin also nicht die einzige, die nicht perfekt ist.

Nachdem Christiane mit dem Kurs schon die Grundlagen durchgegangen ist, eine Anwesenheitsliste herum ging und die Teilnehmer ihre Gebühr bezahlt haben, ist dann also das Schneckenhäuschen dran. Die Themen, die anstehen sind fürs erste simpel, zuerst Bewusstlosigkeit und danach im Anschluss keine Atmung. Das Schneckenhäuschen kennt die Themen und hat sie schon in drei vorausgegangenen LSM-Kursen gemacht und trotzdem wird das schwer.  Erst einmal verhaspele ich mich oft mit dem Du. Das Schneckenhäuschen ist jemand, der Erwachsene kategorisch Siezt (worüber in der Bloggerwelt schon diverse Menschen gelacht haben…) und sich auch schwer tut, sie plötzlich einfach so zu duzen, trotzdem klappt es irgendwie.
Ich habe nicht grade den Eindruck, dass der Kurs einschläft und ich habe durchaus das Gefühl, das, was ich dir gerade sage, ergibt Sinn.

Das Üben der stabilen Seitenlage ist gut, die ’neue‘ Version ist scheinbar gut verständlich und quasi niemand tut sich schwer damit, lediglich die Mimen verstehen nicht, dass ein Bein nicht einfach aufgerichtet stehen bleibt, wenn man es los lässt, – aber das würden die Teilnehmer bei einem Bewusstlosen schon ganz allein merken. (Learning by Failure, – oder wie war das? :D) Ich vergesse sogar nicht einmal, die Brillen zu erwähnen und so sind alle unbeschadet und mit Erfolgsgefühl gut aus der ersten Praxisübung heraus gekommen. Es geht weiter und wir besprechen das heikle Thema Helmabnahme. Wann nimmt man einem Motorradfahrer den Helm ab und wann nicht? Wir einigen uns darauf, dass es eine Gewissens- und Zutrauensfrage ist und das der Helm eigentlich runter muss, um die weiteren Lebenszeichen (ja, ja, ich sag ja schon Vitalfunktionen, liebe Leser mit Ahnung^^) zu überprüfen. Das Üben der Helmabnahme ist dann allerdings aus Motivationsgründen, – die meisten Teilnehmer sagen, sie würden es eh nicht machen, freiwillig. Und lediglich mein ältester Teilnehmer, mag es probieren. Ein weiterer Teilnehmer erklärt sich bereit zu helfen und das Schneckenhäuschen hockt sich neben die, den Helm tragenden Christiane um alles mitzubekommen und wenn nötig, Hilfestellung zu geben.

Da gibt es dann auch gleich das erste, so richtig bemerkenswerte Ereignis. Der ältere Teilnehmer, nennen wir ihn Väterchen, kniet furchterregend unsicher neben Christiane nieder, fasst sie erstaunlich sanft an den Schultern und spricht sie auf eine wirklich niedliche und liebenswerte Art und Weise an. ‚Christiaaaaane, – kannst du mich hören?‘, keine Reaktion von Christiane, er schaut mich an. ‚Ich glaube, sie hört dich nicht‘, sage ich und er nickt. ‚Und nun?‘ ‚Denke mal daran, dass der Helm geschlossen ist, da drin ist es leise‘ ‚Hm… was kann ich tun?‘, sagt er mehr zu sich selber, als zu jemand anderem. Ich warte einen Moment und erinnere ihn dann an das Visier. Er lächelt. ‚Ach ja.‘ Er öffnet sanft das Visier und schaut Christiane freudestrahlend an. Erneut fasst er sei bei den Schultern, rüttelt enorm vorsichtig und sagt erneut, nein, besser er flötet es; ‚Christiaaaane, hörst du mich jetzt?‘ Erneut keine Reaktion und Väterchen schaut mich an und sagt voller Überzeugung; ‚Uff, das ist ein ganz harter Fall!‘ Er meint das nicht lustig und das sind genau die Momente im Leben eines Ausbilders, in denen man nicht lachen sollte. Und um Teufel komm raus versucht ernst zu bleiben. Es klappt irgendwie und er schafft es irgendwo doch noch ganz gut und sanft, ihr den Helm abzunehmen. Es war einfach göttlich.

Ich bin ein wenig in Zeitverzug und beginne mit der Theorie zum Thema ‚Keine Atmung‘ und Christiane und ich beenden den Kurs schließlich an dem Zeitpunkt, an dem die Praxis folgen würde, das Rumdrücken auf den Puppen.

…und erneut; to be continued… pardon.

P.s: Morgen geht’s dann nach Köln zum Holy Shit Shopping, bei Frau Liebe vorbeischauen und vielleicht ja zufällig Tanja begegnen. Wie dem auch sei, schön wirds bestimmt 🙂
P.p.s: Heute hats hier die ersten Schneeflocken gehabt… und das geht total unter in meinem Blog 😦 Bald gibts wieder mehr von mir, – versprochen!

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Autor:

Lebt, liebt, lernt, träumt den Traum vom Medizinstudium. HiOrg, RS, Staatsexamen MTLA vor der Tür. Lebt vom Partymolekül in ihrem Blut.

5 Kommentare zu „Aller Anfang bleibt Chaotisch!

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