Veröffentlicht in Neustart

Was bisher geschah…

Was ist passiert bei mir in den letzten fünf Jahren?

Nun ja. Einiges.
Ich habe mein Abitur gemacht. Es ist nicht ganz so toll geworden, wie es möglich gewesen wäre, ich war aber eben auch nicht ganz so fleissig, wie ich hätte sein können.

Der Plan stand fest: Medizin studieren, Ärztin werden.
Am Montag nach unserem Abiball, ganz ohne Urlaub einzulegen, ging ich in mein Pflegepraktikum. Drei Monate waren anvisiert, es handelte sich um eine Infektionsstation, ich habe viel gelernt, bin wahnsinnig viel gelaufen, habe mich das ein oder andere Mal alleine gelassen gefühlt, aber eben auch Verantwortung übernehmen dürfen und müssen. Es war toll und grauenvoll zugleich.

Irgendwann begann die Uni-Bewerbungszeit und ich machte meine Wahl…
Leider reichte die Zahl hinter meinem ‚Einskomma‘ nicht aus, 0,1 Punkte weniger und zack, ich wäre, wie meine Abifreundin drin gewesen. Aber so? Keine Chance.
Als meine drei Monate Pflegepraktikum um waren, entschloss ich mich, noch einen guten Monat hinten dran zu hängen, ich hatte ja auch sonst nichts.

Anschließend begann in einen Bundesfreiwilligen-Dienst bei ‚meiner‘ HiOrg… Ich war Mädchen für alles und neben der Haupttätigkeit, dem Fahren von rollstuhlgerechten Fahrzeugen, oft samt Fahrgast im unqualifizierten Krankentransport, durfte ich Erste-Hilfe-Kurse leiten, das Büro organisieren und ab und an einen Sanitätsdienst besetzten.
Noch dazu wurde mir die Möglichkeit gegeben, in Abendschule meinen Rettungssanitäterlehrgang zu machen…
Rückblickend hatte ich im BFD eine sehr schöne, lockere Zeit…

Während jeder, nun folgenden, Bewerbungsphase für Medizinstudienplätze ging in ganz fest davon aus, dass ich nun langsam mal ‚dran sei‘, bewarb mich sogar nicht mal auf eine Ausbildung, so sicher war ich mir.
Um so härter traf mich im Frühjahr nach meinem Abitur die weitere Absage…

Aber Rumheulen bringt einen nicht weiter, zack, schrieb ich nun doch eine Bewerbung. Für eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Laboratoriumsassistentin.
Und wurde prompt abgelehnt.
Im Nachhinein frage ich mich eh, woher ich die Arroganz nahm, nur eine einzige Bewerbung zu schreiben.

Durch irgendwelches Glück allerdings, rückte ich nach und erhielt den Ausbildungsplatz schlussendlich doch.
Ich nahm in an, dankbar, aber irgendwie auch nie richtig motiviert und zufrieden.
Irgendwie ging ich von Anfang an davon aus ein Halbjahr, maximal ein Jahr zu machen und im Anschluss endlich meinen Studienplatz zu bekommen.

Alle Ferien des ersten Ausbildungsjahres verbrachte ich zunächst im Krankenhauspraktikum für den Rettungssanitäter, später im Wachenpraktikum.
Dort sieht man so einige Schicksale, bekommt das ein, oder andere Elend mit, aber lernt eben auch eine ganze Menge.
Meine wichtigste Lektion? Die, dass ich nun wirklich wusste, Medizin? Voll mein Ding!
In beiden Praktika durfte ich nach kurzer Zeit schon recht selbstständig (unter Beobachtung, versteht sich!) arbeiten und hatte super viel Spaß.
Schließlich folgte die RS-Abschlussprüfung, in den ersten Ferien meines zweiten Ausbildungsjahres.
Was soll ich sagen? Ich habe gelernt wie sonst nur was (und zwar nur in der prüfungsvorbereitenden Woche, vorher hatte ich mit der Ausbildung genug zu tun…)
Und am Ende? Easy-cheasy. Schriftlich 2, Praktisch und Mündlich 1. ‚Läuft‘, sagt man heute.
Der Plan war es, neben der schulischen Ausbildung ohne Vergütung, mit dem RS nebenher zu jobben. Umgesetzt habe ich das allerdings bis heute nicht.

Im letzten Sommer kamen die Flüchtlinge ‚wie eine Welle‘ auf uns zu, die HiOrg wurde im Rahmen des Katastrophenschutzes gebeten eine Notunterkunft aufzubauen und ich verbrachte fast meine gesamten Sommerferien dort. Erst mit dem Aufbau der Unterkunft, dann mit der Ausstattung und schließlich mit der sozialen und medizinischen Betreuung geflüchteter Menschen aus (fast) allen Herrgottsländern. Mit quasi ausschließlich tollen Erfahrungen. Aus dem RS-Nebenjob wurde nun also ‚Flüchtlingshelferin’…

Im dritten Lehrjahr tingelte ich durch die praktische Ausbildung, das heißt mehrwöchige Praktika in allen Ausbildungsbereichen.
Spannend, anstrengend, aufreibend.

Ihr merkt’s, ne? Drittes Lehrjahr.
Jedes einzelne Semester habe ich mich wieder auf den Traum von der Medizin beworben. Geklappt hat’s bisher allerdings noch nicht.

Und nun?
Nun klopft das Staatsexamen an die Tür und ich werde hoffentlich quasi ‚ungewollt‘ MTLA.
Die Ausbildung liegt in den letzten Zügen und ihr dürft mir gerne dabei über die Schulter schauen.

Ich freue mich jedenfalls! 🙂

 

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Autor:

Lebt, liebt, lernt, träumt den Traum vom Medizinstudium. HiOrg, RS, Staatsexamen MTLA vor der Tür. Lebt vom Partymolekül in ihrem Blut.

2 Kommentare zu „Was bisher geschah…

  1. Ich freu mich total, dass du wieder bloggst und bin schon sehr gespannt auf deine neuen Beiträge.
    Hast du dich denn für’s Wintersemester nochmal beworben, oder würde das mit deinem Examen kollidieren?

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