Veröffentlicht in Geschichtchen aus dem Leben

Dankeschön und die Erklärung…

Ihr Lieben…
in den letzten Tagen konntet ihr diesen Blog nicht öffnen, gar nicht mehr und niemand von euch. Es stand zwar da, er wäre nun privat, aber in Wirklichkeit war er einfach nur einige Tage lang nur meiner…
Es tut mir sehr leid, dass ich nicht einmal mehr Zeit hatte, mich bei euch zu entschuldigen, euch zu sagen, warum ich so plötzlich einfach ‚weg vom Fenster‘ war… Wer meinen Blog schon etwas länger liest, der weiß, dass ich alles in allem doch sehr gerne für die breite Leserschaft sehr anonym bin, der weiß, dass ich nie wollte, dass dieser Blog großartig von Leuten gelesen wird, die mich sehen, täglich, die mich aushalten müssen, wie ich sieben Tage die Woche, vierundzwanzig Stunden lang bin. Ihr alle wusstet zum größten Teil auch, wie ich Dinge meine… Leider gibt es da Menschen, die sind ein wenig Spielverderber. Die machen sowas kaputt… Die waren wahrscheinlich schon im Kindergarten immer die, die deine Sandburgen kaputt gemacht haben, damals hast du geweint. Das waren wahrscheinlich später die, die in der Grundschule immer alles gepetzt haben. Dem Lehrer oder der Mutter. Wegen denen man dann heimlich geweint hat, weils öffentlich zu peinlich gewesen wäre. Und das sind die, die dann später nicht gemocht werden, weil man verstanden hat, das man manche Sachen sieht, belächelt und weiter macht. Die werden dann älter und verstehen das Prinzip nicht. Und wegen denen fährst du dann weinend in deinem Auto nachhause und fühlst dich wie ein Stückchen Dreck.
Ich habe mich entschuldigt für all meine ‚Untaten‘ hier, – teilweise fand ich es nicht nötig, – es war niemals so gedacht, dass Lehrer, Mitschüler oder Kollegen diesen Blog hier lesen. Es war niemals gedacht, dass sich Menschen persönlich angegriffen fühlen.
Es war niemals gedacht, dass dieser Blog nach nichtmal einem Jahr ein jähes Ende findet. Dieser Blog ist mir ans Herz gewachsen. Wenn ich ehrlich bin, sogar viel mehr, als ich zugeben würde. Wenn ich, – wie ich das in der letzten Zeit viel getan habe, revue passieren lasse, was ich dadurch alles gewonnen habe, kommen mir jedes Mal die Tränen und, glaubt mir, es tut mir verdammt weh, hier und heute einen Schlussstrich zu ziehen.
Morgen wäre es ein Jahr gewesen, morgen hätte ich gefeiert, vielleicht hätte es einen kleinen Kuchen gegeben, für mein kleines Schneckenhäuschen, vielleicht hätten sich zwei, drei Leute unter euch mit mir gefreut.
Es tut mir Leid, liebe virtuelle Freunde, hier ist es nun zu Ende. Auf dem Schneckenhäuschen weiter zu schreiben, wäre, wie sich nackt in die Schule zu stellen, ins Schulleitungsbüro zu gehen und alles zu sagen, was mir in den Kopf kommt. Hier weiterzuschreiben würde nicht gerade das sein, was ich mir vorstelle, damit mein Abitur nicht zum Spießrutenlauf wird. Und das soll es nicht. Ich werde mich also nicht nackt in die Schule stellen, – hier keinen Seelenstriptease mehr hinlegen, ich werde hier zu machen. Ich werde, – wie Sie das so schön sagten, liebe Schulleitung und liebe andere Lehrer, -‚die Konsequenzen für Ihr handeln tragen‘ und das tut verdammt weh, glauben Sie mir das.
Ich danke euch allen von vollem und ganzen Herzen für fast ein Jahr eurer treuen Leserschaft…
eure liebes, kleines, ziemlich trauriges Schneckenhäuschen.

Advertisements
Veröffentlicht in Geschichtchen aus dem Leben

Der Sonne entgegen…

Auch, wenn der Titel so fröhlich klingt, ist dieser Beitrag das  nicht…

Es ist komisch, verstehen zu sollen und verstehen zu wollen, zu müssen, dass jemand aus der Reihe hinter mir nicht mehr kommt. Nicht, weil er sich entschieden hat, etwas anderes zu tun, nicht, weil er keine Lust mehr auf Schule hat, nicht, weil er nicht mehr mitkam, nein, weil er nicht mehr kann. Weil sich ihm das Leben und der Tod in den Weg gestellt haben.
(Ich werde keinen Namen nennen, einfach, weil ich das nie tue… es ist nicht die Natur dieses Blogs, – aber hey, du weißt genau, dass es um dich geht… Und die anderen, die es vielleicht lesen, die auch!)

Ich wollte nur sagen… du fehlst. Ich will gar nicht behaupten, wir wären sonderlich gut befreundet gewesen, wir hatten… wenn ich so darüber nachdenke, einige Fächer zusammen. Du hast mit uns gemurrt, in der Pause vor Deutsch, du hast mit uns geschwitzt, wenn es an Päda Klausuren ging, du warst bei jeder verdammten Klausur dabei. Egal, wie es dir ging. Du hast gemerkt, wenn es uns nicht so gut ging und du warst verdammt nochmal sau tapfer. Du wusstest, dass du nicht allzu lange mehr hast und, wenn du ehrlich bist, wusstest du, ganz genau wie ich, dass du kein Herz mehr bekommen wirst. (Und du wirst mir verzeihen, dass ich es wusste und lieb gelächelt habe, als du sagtest, die Chancen stehen gut. Dass ich gelächelt, genickt habe und dir viel Glück gewünscht habe.)
Du warst der, den ich überraschend im Urlaub getroffen habe, – die Welt ist ein Dorf! (Und du bist der, dessen riesiges Grab ich besuchen werde, wenn ich wieder da bin, – ich esse dann ein Krabbenbrötchen, – Lachsbrötchen, was hast du gegessen, als wir uns sahen? für dich mit, auf dich, in Gedanken an dich) Du warst der, der sich auf dem Geburtstag, wo wir waren, es ist etwas länger her, bei dem Auftritt mit der Band, beim ersten Stück den Finger gebrochen hat und trotzdem weiter gespielt hat, – Respekt, übrigens, ihr wart genial, aber das haben euch ja alle an dem Abend schon gesagt, – hast du das mitbekommen, oder warst du da schon auf dem Weg ins Krankenhaus, Finger zusammenflicken? 😉
Und du fehlst… du fehlst hier ziemlich… Deine Eltern hatten eine wirklich sehr schöne Anzeige in der Zeitung, – hattest du dir das Lied ausgesucht, welches zitiert wurde?

Hier kämpft ein krankes Herz gegen gesunden Verstand. 
Egal ob Ebbe oder Flut hinterm Meer kommt immer Strand.
(Jupiter Jones) 

Danke, dass ich dich kennen durfte… Ich hoffe, dass hier alles ist dir nicht zu traurig, – denn, man hat uns gesagt, dass es nicht dein Wunsch war, das etwas traurig wird, etwas traurig ist…
Auf gehts, – deinem Weg der Sonne entgegen, irgendwann kommen wir nach und schauen, was du so zu berichten hast 😉
(Und häng bitte kein Schild an die Tür, dass Menschen, zu denen du gern sagtest ‚Du bist si dreißt!‘ draußen bleiben müssen, – das würde sie (uns) ziemlich traurig machen 😉 )