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Geburtstags-selbstmach-Kette :D

Ihr kennt mich… wenn ich erst einmal ein Faible für ein Rohmaterial habe… dann ist es schwer für mich, davon wieder loszukommen…
Derzeit ist es die aushärtbare Knetmasse, mit welcher ich schon das ein, oder andere mal gearbeitet habe… zum Beispiel beim Knöpfe selbermachen! 🙂

Es ging um ein Geburstagsgeschenk für meine Patentante, die irgendwie schon alles hat, auf der anderen Seite aber auch alles gebrauchen kann… und ich persönlich finde ja, insofern Auslagefläche vorhanden ist, kann eine Frau kaum genug verschiedene Ketten haben… Also, auf ging es, an die Arbeit…

 Zuerst habe ich aus der Knetmasse verschieden große Kugeln geformt, es kommt hier noch nicht auf die Perfektion an, jedoch habe ich festgestellt, dass es empfehlenswert ist, die Kugeln schonmal wie bei einer Kette anzuordnen, damit man sieht, wie viele man noch von welcher Größe gebrauchen kann… trotz den wenigen Farben, die ich von der Knetmasse besitze, habe ich eine recht bunte Kugelmischung, das liegt daran, dass es diese Knetmasse seit ein paar wenigen Jahren auch in ’soft‘ gibt und man sie so zusammenkneten kann, dass sich die Farben mischen! (Bedenke bloß: mischst du wild drauf los wird es immer Kackibraun!) Wie gesagt, lege hier noch nicht allzu viel Wert darauf, ob die Kugeln wirklich Kugeln sind, du wirst eh wieder alle Arbeit zerstören 😉
Ebenfalls empfehlenswert ist es, Backpapier oder eine ähnliche, saubere Bastelunterlage unter zu legen, da die Knetmasse bei manchen Farben abfärbt und die hellen Farben seeehr empfindlich sind gegen jede andere Farbe…

Als nächstes dekorierst du die Kugeln, mit der gleichen Technik, wie ich das hier bei den Knöpfen gemacht habe… der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt… Damit du die Knetmasse möglichst dünn schneiden kannst, kannst du sie kurz (oder auch lang) in den Kühlschrank legen, im Winter auch nach draußen, dann wird sie wieder härter und du kannst sie wunderbar mit einem Küchenmesserchen schneiden!
Am besten drückst du die dünnen Scheibchen kurz an und drehst die Kugel dann erst in den warmen Händen und anschließend zwischen Hand und Tisch, mit etwas mehr Druck, damit die Scheibchen an der Kugel gut halten und die Kugel schön glatt bleibt!

Ich habe nicht alle von den ganz kleinen Kugeln auch verziert, sie enden eh im Nacken und teilweise sah es auch nicht schön aus, solch kleine Kugeln noch zu verzieren… allerdings war es auch meine erste Kette und man wird immer einfallsreicher und immer besser, die Muster werden also auch filigraner, vielleicht tue ich es beim nächsten Mal dann 😉
Wenn du die Kugeln verziert hast, solltest du nun dafür sorgen, dass sie möglichst glatt und rund werden, bevor du eine dicke Stopfnadel nimmst und die Kugeln zu Perlen machst, in dem du sie einmal durchpiekst! Nach dem durchpieksen nocheinmal die Form der Kugel zu richten erwies sich im nachhinein teilweise als unklug, da das Loch verstopft wurde…
Die Perlen packst du nun auf ein Backblech, mit genügend Abstand und möglichst auf ein Loch gelegt, da sie an dieser Stelle ein wenig eckig werden, – vom liegen, und schiebst sie, wie die Knetmasseanleitung es vorgibt, in den Backofen… 🙂

Während eure Perlen im Ofen aushärten und später abkühlen könnt ihr euch mit dem Gedanken beschäftigen, auf was für ein Material ihr die Kugeln aufzieht… Angelschnur? Gummiband? Nylonband? Kordel? Stoffbänder? Eurer Kreativität ist, wenn die Löcher groß genug sind, an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt…
Die zweite Überlegung, die ihr anstellen müsst, ist, ob die Trennperlchen zwischen euren selbstgemachten Perlen wollt, ich habe welche genommen, da ich finde, sie bringen meine Perlen mehr zur Geltung.

Wenn ihr etwas zum auffädeln und eventuell Zwischenperlen gefunden habt und außerdem eure Perlen ausgekühlt sind, dann geht es los mit dem auffädeln! (Kleiner Tipp: legt die Kette zuvor, dann könnt ihr sehen, wie was zusammen passt!)
Am Ende gut verknoten (was hier noch nicht geschehen ist, da hängt noch ein Stück Faden heraus…) und bewundern! 🙂 Auf ein kleines Kissen drapiert sieht es doch gleich noch fröhlicher aus und auch die Beschenkte freute sich wirklich über das Geschenk, – ein einfaches aber schönes, selbstgemachtes Unikat und Assesoir! 😉

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Knöpfe! :)

Ich hatte es euch ja schon vor etwas längerer Zeit angedeutet und es einigen Leuten auch versprochen und deswegen gibt es nun also eine kleine Anleitung zum Knöpchen selber machen…
Anlass dieses Mal war Omas Geburtstag 😉 Die hatte sich nämlich nach Weihnachten welche gewünscht, – damals verzierten sie die Geschenkanhänger, später dann Schlüsselanhänger und nun waren alle aufgebraucht…

Um die Knöpfe herzustellen habe ich eine Knetmasse benutzt, die beim backen aushäretet, kennt wahrscheinlich jeder von euch, – eigentlich ist sie wohl für den Modellbau gedacht, schätze ich, zumindest steht sie immer in der Modellbauabteilung, aber das ist ja auch recht egal.

Fürs erste gibts heute eine Anleitung für die kleinen Blümchenknöpfe, – die sind zwar die schwersten, aber bei den ganz leichten Schneckchenknöpfen habe ich vergessen Fotos zu machen, – da ich aber eh die Tage neue machen ‚muss‘, wird es dann auch eine Anleitung zu diesen geben 😉
Ich habe dieses Mal den kleinen, aber feinen Schönheitsfehler gemacht, dass sich pink und rot nicht so direkt voneinander unterscheiden, also kann man das schöne Schneckenmuster auf den Blütenblättern gar nicht so recht erkennen, – schade, aber ihr wisst ja dann, wie man es besser macht 😉

Also, – los gehts!
1. Drei Farben aussuchen, die zwar zueinander passen, sich aber dann auch nicht zuuu ähnlich sind. In meinem Fall war das dunkel blau, rot und pink.

2. Entscheiden, welche  Farben was wird. In meinem Fall wird das blau quasi das innere der Blume, – der Fruchstempel. Und rot und pink bilden die Blütenblätter…
3. Ausrollen, – wir brauchen für das innere, in diesem Falle das blaue, eine

Schlange, nicht zu dick, nicht zu dünn, nicht zu lang, ist irgendwie ne reine Übungssache und Schlangen ausrollen, – hey, das könnt ihr alle 😉
Die anderen beiden Farben plattwalzen, – so wie beim Plätzchenteig, nach Herzenslust, solange bis sie relativ gleichmäßig dünn und lang sind, – je dünner ihr das hier schafft, desto filigraner wird hinterher das Muster!

4. Aufeinanderlegen. Legt in meinem falle das pinke Teil auf das Rote und schneidet das ab, was übersteht, – Rohmaterial schonen 😉 Dann solltet ihr, nach Möglichkeit, nochmal mit dem Nudelholz darüber rollen, dann klebt die Masse besser aneinander, – das macht es später noch filigraner und verhindert Luftlöchelchen… 😉 Abgesehen davon macht es den nächsten Schritt leichter…!

5. Entscheidungen Treffen Teil zwei! Welche Farbe soll eure Blume von aussen haben? Etwas kniffelig, aber das schafft ihr, ich glaube da an euch 😉 Wenn ihr euch entschieden habt, rollt ihr jedenfalls so herum die aus den beiden ‚Zungen‘ entstandenen Platte auf, dass die Seite, deren Farbe ‚wichtig‘ ist, – also später die Außenseite der Blume bildet, oben ist aus! 🙂 (Schaut auf das Bild, – die Blume ist hinterher ‚aussen‘ Pink, deswegen seht ihr beim Aufwickeln, dass das Pink hier oben ist 😉 )

6. Ganz einfach, zu ende aufrollen, – dann ganz lang rollen, kennt ihr doch, oder? Aus einer kurzen Schlange eine lange rollen 😉 Und ab da fehlen wieder eine Hand voll kleine Bildchen… 😉 Ihr rollt die Schlange also lang, – je länger sie wird, desto dünner wird sie auch, – das ist richtig. Je dünner sie wird, desto filligraner wird sie auch, – merkt euch nur, – ist sie einmal dünn, wird sie auch nicht wieder dicker (!) wenn sie lang genug ist, schneidet sie in gleichgroße Stücke. Wie viele? Hängt von eurer ersten, – in meinem Falle blauen Schlange ab, je dicker die ist, desto mehr braucht ihr.

7. Pappt die neuen, kleinen, in meinem Falle pink-roten Schlangen an die blaue Schlange, rund herum und drückt sie ein wenig fest! Das ganze hat, – vom Anfang betrachtet aus nun schon die Form einer Blume… 😉

8. In Scheibchen schneiden… ich habe dafür ein altes Küchenmesserchen genommen, klappt super, nur drückt nicht zu fest, sonst dötscht ihr die Blütenblätter ein, – das wollen wir doch nicht! 🙂

9. Elementar sehen die kleinen Blümchen schon fast so aus wie Knöpfe, – bloß, wie macht man sie fest? Also, was fehlt? Richtig, die Löcher, – ich piekse die immer (schon allein aus Eigenschutzgründen) mit einer dicken, stumpfen Stopfnadel, ich persönlich mache nur zwei Löcher, – wer lieber Knöpfe mit vier Löchern mag kann das natürlich auch tun 😉

10. Backen. Damit die Masse hart wird, muss sie in den Backofen, . es empfiehlt sich, vorher ein Blatt Backpapier darüber zu legen und es zu verstreichen, damit löscht ihr eure Fingerabdrücke von den Knöpfen 😉 ca. 180°C, 30 Minuten will die von mir verwendete Masse, – machts aber lieber so, wie es bei euch drauf steht 😉

Dann seid ihr fertig… 😉 Ich hoffe, ich habs nicht zu kompliziert erklärt und irgendwer liest es sich durch, – vielleicht machts auch wer nach, – ich würde mich auch über Bilder von euren Knöpfen freuen 😉

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‚…wenn der Regen‘

Heute mal wieder etwas aus dem Schneckenhäuschen‘ Fundus… Eine Kurzgeschichte, die ich mal für die Schule schreiben musste… ich finde sie irgendwie etwas holprig, aber irgendwie gefällt sie mir auch. Zweischneidiges Messer… Vielleicht gefällt sie euch, vielleicht nicht 😉 (Kritik ist durchaus erlaubt, – keine falsche Scheu 😉 )
Die Tage gibts dann wieder was ‚richtiges‘ 😉

‚…Wenn der Regen…‘

Sie lief den Weg entlang, die kleinen Steinchen knirschten, da wo sie hintrat. Erschreckend still war es hier und das, obwohl es Nachmittag war, die perfekte Zeit an diesem Ort nach dem Rechten zu sehen. Aber keine lebende Menschenseele weit und breit. Rechts und links des Weges sah sie Blumen, einige frisch, andere eher älter. Dahinter große Steine. Eingravierte Namen. Namen von Fremden, von Menschen, die ihr fremd waren, zu denen sie keine Geschichte kannte und die sie auch niemals mehr kennen lernen würde. Jedenfalls nicht auf dieser Welt. ‚Waltraud Bam’, ‚Peter-Rainer Kusch’, sie kannte sie nicht. Einen Moment lang blieb Katie bei einem Stein stehen, der ihr gefiel. ‚Ursel Nerig  *1946  + 2000 In den Armen des Herrn’ Er war einfach gemacht, dieser Stein. Rund und glatt, die Sonne spiegelte sich in ihm. Sie versuchte sich das Leben von Ursel Nerig vorzustellen. Ursel als kleines Mädchen, kurz nach dem 2. Weltkrieg, als Jugendliche, als junge Frau, bei ihrer Hochzeit, mit zwei Kindern, als ältere Dame, als Großmutter und schließlich, wie Ursel einfach friedlich einschlief. So etwas war nicht selten, zumindest versuchte Katie immer und immer wieder sich so etwas einzureden. Die meisten Menschen sterben alt und zufrieden, sie schliefen einfach ein.
Sie riss sich von dem schönen, glatten, schwarz glänzendem Stein los und ging weiter. Eine Abbiegung rechts, dann die zweite links, an den Urnen vorbei und geradeaus. Alleine einen Stein auf diesem Weg kannte sie. Den ihres Onkels, auch er war einfach eingeschlafen, auch, wenn er nicht alt gewesen war. Er war krank gewesen, also so ähnlich wie alt. Der Krebs hatte ihn verdammt alt gemacht. Allen war klar, dass es bald passieren würde und als es geschah, war es schon fast eine Erlösung für sie, nicht mehr Angst vor dem ungewissen Tag haben zu müssen. Natürlich hatte es auch ihren Onkel erlöst, von den quälenden Schmerzen, die er hatte und von all dem, was ihm seine Familie an Mitleid entgegen gebracht hatte.
Aber beim Onkel blieb sie nie stehen, immer ging sie einfach weiter. Sie warf lediglich einen kurzen Blick auf das Grab, waren die Blumen gegossen? Spross vielleicht das Unkraut? Brannte die kleine, rote Kerze noch, war das Kreuz sauber oder hatte sich vielleicht ein Vogel darauf erleichtert? Der Onkel hatte noch keinen Stein, er war noch nicht so lange begraben. Nicht ganz ein Jahr, die Familie hatte sich noch nicht entscheiden können, was er für einen Stein haben sollte.
Sie ging weiter. Langsam kam das mulmige Gefühl auf, das sich immer einstellte, wenn sie sich diesem Grab näherte. Es ist okay, Angst zu haben, sagte sie sich. Okay traurig zu sein, du könntest weinen, du könntest es einfach tun, niemand würde es sehen, niemanden würde es kümmern. Sie hatte nicht weinen können. Nicht damals und bis heute immer noch nicht. Viel zu überraschend war es gekommen. Plötzlich war er weg gewesen. Einfach weg, aus, nicht mehr da. Es war komisch gewesen, in den Sommerferien war es gewesen. Sie wusste nicht, was er gehabt hatte, er war nicht betrübt gewesen. Sie waren noch zusammen unterwegs gewesen, mit der Gruppe, sie hatten schöne zwei Wochen gehabt und auch nach diesem Urlaub hatten sie sich ein paar Mal getroffen, E-Mails geschrieben und dann, ganz plötzlich rief jemand an. Seine Mutter. Er ist tot, sagte sie. Hatte Tabletten geschluckt. Niemand hatte ihn gefunden. Und schwups, war er weg gewesen, einfach nicht mehr da. Ohne ihr auf wieder sehen zu sagen. Und, sie hatte nicht weinen können, hatte geschluckt und okay gesagt. Später hatte ihre Mutter für sie herausgefunden, wann er beerdigt würde. Sie war hingegangen, hatte eine Blume in das Grab geworfen. Eine Tulpe, eine weiß rot gesprenkelte. Mit einem dumpfen Geräusch war sie auf den Sarg gefallen. Sie sah hinein, Holz, weiß lasiert. Ein schöner Sarg eigentlich, ja, das hatte sie gedacht. Komisch, was ihr in dieser Situation in den Kopf kam. Alle hatten sie geweint, alle aus der Gruppe, die sie mit ihm im Urlaub gewesen waren, einige zu sehr, es war auffällig, das sie nur wegen des Weinens wegen weinten. Nur sie, sie, die am meisten mit ihm zu tun gehabt hatte, hatte nicht weinen können, es ging einfach nicht.
Sie war gelaufen, während diesen Gedanken, einfach weitergegangen, sie war erst zweimal dort gewesen, aber ihre Füße kannten den Weg. Als sie angekommen war, blieb sie stehen, blickte auf das Grab, frische Blumen standen dort, eine Kerze, ein kleines Holzkreuz, sein Name und Geburtsjahr und die derzeitige Jahreszahl. Als sie seinen Namen immer und immer wieder las, wurde ihr bewusst, wie sehr sie ihn gemocht hatte. Sie hatte es gewusst damals, bei jeder ihrer E-Mails, immer, wenn sie sich trafen, den gesamten Urlaub über, aber sie hatte es ihm nie gesagt. Nicht mal versucht, ihm zu sagen, wie sehr sie ihn eigentlich gemocht hatte.
Sie stand einfach da, die Spätnachmittagssonne rieselte auf ihren Rücken. Irgendwann tippte ihr jemand vorsichtig auf die Schulter. ‚Katie?’, sie erschrak, drehte sich herum. ‚Hallo, schön dich hier zu sehen, bei ihm’, sagte die Frau, sie hatte rote, verweinte Augen aber ein warmes Lächeln auf dem Gesicht. Katie nickte, ihr Blick schwiff wieder ab, viel zu sehr war sie abgelenkt, in Gedanken. ‚Oh, endschuldige, ich bin’, sie seufzte, ‚oder war, seine Mutter.’ Katie nickte erneut, vorsichtig, zaghaft. Die Frau ging um sie herum, an die andere Seite des Grabes. ‚Ihr beiden, ihr habt euch gemocht, nicht?’ fragte die Frau, die seine Mutter gewesen war. Schwach nickte Katie erneut. ‚Es tut mir leid, Katie, das ich Sie so störe, es ist nur, es gibt da eine Hand voll Briefe, die er geschrieben hat,’ Katie schloss die Augen und öffnete sie wieder. Die Frau störte sie nicht direkt, sie irritierte sie, sie warf Katie aus der Bahn, aus ihren Gedanken. ‚an dich.’ Endete die Frau, sie nahm aus ihrer Handtasche einen kleinen Stapel von fünf Briefen, zusammengehalten von einer Büroklammer und hielt sie Katie hin. Katie konnte sie nicht nehmen, nicht anfassen, sie war immer noch zu abwesen, wie taub und blind und stumm, innerlich. Die Frau merkte, das Katie sie nicht nehmen würde und stellte sie schräg an das Kreuz. Dann warf sie einen Blick auf das Grab, bevor sie, mit den Schuhen im Kies knirschend davon ging. Katie stand einfach nur da, einige Minuten, wie viele hätte sie nicht sagen können. Sie blickte auf das Kreuz und das Grab, da kamen Bilder, Bilder von ihm, schöne Bilder, lustige Bilder und mitten in dieser Erinnerung begann es zu regnen. Leicht und eher angenehm als unangenehm, sie begann sich auf den Heimweg zu machen. An dem Stein von Ursel blieb sie erneut stehen. Regen lief ihr über die Haare und durchs Gesicht und in all den schönen Erinnerungen an gemeinsame Tage, kamen ihr die Tränen, mit einem sanften Lächeln. Sie lachte noch einmal über seine alten Witze und Späße und dachte sich, ‚Die wenigsten Menschen sterben alt und erfahren, und man sollte doch gehen, wenn es am schönsten ist’. Katie blieb einen Moment im Regen stehen, bevor sie zurückging.

 

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Schlüsselanhänger

Nachdem das Schneckenhäuschen gut ins neue Jahr starten konnte, habe ich mich gestern einfach mal auf die faule Haut gelegt und quasi nichts getan… Das kann man aber ja natürlich nicht zwei Tage lang in Folge tun und somit habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt und ein Ründchen genäht, – einige Leute, die mir ans Herz gewachsen sind, werden nämlich in nächster Nahe zuhause ausziehen oder generell umziehen und somit wurde es irgendwie Zeit für ein verspätetes Weihnachts-Umzugs-Auszugs-Einzugs-Geschenk… Und weil ich ja ein Mensch für den ‚letzten Drücker‘ bin, wurde es dieses Mal sogar noch später und es ist nun der aller letzte, eigentlich schon zu späte Drücker für Nach-Weihnachtsgeschenke… 🙂

Dabei rum kamen dann fünf Schlüsselanhänger, wobei einer schon mit der lieben Post auf Reisen ging…

Da meine Nähmaschine nach nicht einmal drei Jahren, im Sommer, beschlossen hat, von nun an immer nur noch rumzumucken (hat irgendwer von euch Ahnung von Nähmaschinen?!) muss ich mir nun immer die meiner kleinen Schwester ausborgen… (Ja, wir sind ein Haushalt mit zwei Nähmaschinen, – ihre kam erst ins Haus, nachdem meine beschlossen hat, ihre Arbeit zu quittieren.)
Fremde Nähmaschinen sind halt immer so ne Sache… Näherinnen und Näher unter uns kennen das sicher, – wenns nicht die eigene ist, ists irgendwie was anderes… Ein bisschen so, wie ein fremdes Auto fahren… 😉
Aber nach anfänglichen Auseinandersetzungen haben das Maschinchen und ich Frieden geschlossen 🙂

Irgendwie wollte ich schon seit Eeeewigkeiten die Webbänder, die ich mal bei Susalabim bekommen hab vernähen, beziehungsweise verbrauchen… Aber dann hab ich mich nie so recht getraut. Jetzt gings dem Webband aber dann mal an den Kragen… und ich musste feststellen, dass Zeugs ist ganzschön tükkisch! Ich bin ja irgendwie sparsam, was so Rohmaterial anging und wollte nie das Muster zerschneiden, also musste ich zuerst mal feststellen, wie gern Webband ausfranst… Und wie blöd es dann aufzunähen ist… Aber nachdem ich mich mit den Eigenschaften vertraut gemacht habe, lief es dann doch ganz gut, für ein erstes Mal Webband aufnähen, – zumal ich nicht sooo die Profi-Näherin bin 😉 Jedenfalls finde ich die Wikinger (kann mir wer sagen, wie Wikies Freundin heißt?), Raumfahrer, Autos und Tiere irgendwie cool! 🙂

Die Knöpfe, die man dann auf der Rückseite sehen kann, hab ich vor einiger Zeit, genauer gesagt, irgendwann die Tage vor Weihnachten, selber gemacht… Ich hab mich nämlich relativ sehr geärgert, als ich eine Hand voll Knöpfe zu Dekozwecken kaufen wollte und die einfach sau teuer sind, die Teile… also kam mir die grandiose Idee, sie selber zu machen, – Fimo ist das Mittel der Wahl, da gibts dann auch einfach unendlich viele Möglichkeiten und jeder Knopf ist ein schönes Unikat, – vielleicht gibts dazu demnächst nochmal nen Eintrag, dass ‚Selbermachen‘ ist ja in der letzten Zeit ziemlich in Vergessenheit geraten, in meinem Blog, leider.

 
Jedenfalls sind es selbergemachte Knöpfe, – welche die irgendwie ‚gestrudelt‘ sind und kleine Blümchen, – mir gefallen sie sehr gut und die, die sie so gesehen haben, haben auch gesagt, dass sie ganz nett aussehen 🙂 (Meine Oma hat schon angefragt, ob ich ihr ein paar mache, sie will sie für selbstgenähte Dinge nutzen 🙂 Das macht mich ja irgendwie stolz!)

Und eigentlich wollte ich euch jede Menge Fotos von meinen tollen Schlüsselanhängern zeigen… aber wie das Leben so spielt, – WordPress und ich sind uns nicht einig, wo und wie sie in den Artikel sollen, – also kommen sie nicht rein, also halt nicht alle, WordPress hat nämlich gewonnen. Außerdem sind sie eh nicht so der Knüller, eigentlich… leider. (Wer sie aber sehen mag… sagt bescheid, ich zeig sie dann gerne irgendwie anders 🙂 )
Trotz total toller, nun eigener, echter Kamera. Ich glaube, meine Handyfotos, die ihr hier bisher sehen konntet, waren gut genug, für den Blog, aber seitdem meine Familie keine Kamera mehr hat, habe ich mir eine zu Weihnachten gewünscht… und prompt sind die Bilder heute gar nicht mal soo gut geworden aus Mangel an Licht, hoffe ich 😉 (Mit der Kamera prahle ich dann ein anderes mal :D)

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Stricken

Ich hatte irgendwann mal behauptet, ich wäre so ein wenig kreativ… Ich glaube zwar nicht so wirklich, das stricken was kreatives ist, vor allem das stricken, was ich hier grad tue… aber, es fällt unter ‚Selbermachen‘ und deswegen wollte ich es einfach mal einbringen…

Vor Jahren hat meine Oma mal versucht, mit das Stricken nahezulegen. Es ist wirklich lange her und meine Oma zwar eine begnadete Handarbeitskünstlerin, aber leider eine nicht sooo gute Lehrerin, somit war ich alsbald frustriert und ließ sie weiterstricken, – sie konnte es ja tausendmal besser.

Bis ich mit Freundinnen auf das Thema kam… Gemeinsam beschließen wir oft, irgendwelche Dinge selbstzumachen und neigen dabei zu spontan Aktionen wie einer Taschennähaktion am Nachmittag samt in ein schwedisches Möbelhaus, – welches auch Stoffe führt, fahren und Stoffe einkaufen. Im Allgemeinen ist das immer sehr spaßig und schön mit drei Nähmaschinen und Kaffee, Tee oder Kakao und ein paar Keksen an einem Küchentisch zu sitzen, Musik zu hören (und gelegentlich ein fluchen, wenn jemand etwas nicht mitbedacht hat^^), einen Schnitt zu entwerfen, aus Zeitungspapier zu schneiden, gemeinsam darüber zu beratschlagen, zu nähen und schließlich zufrieden nachhause zu gehen.
Letzte Woche fiel uns also auf, dass wir so etwas wirklich schon viel, viel, viel zu lange nicht mehr gemacht hatten, dass wir aber eigentlich derzeit alle genug selbstgenähte Taschen haben und Anlässe, welche zu verschenken derzeit recht rar sind… Bis uns auffiel, dass keine von uns drein eigentlich Stricken kann. Häkeln mussten wir mal in der Schule und ich kann ohne zu lügen sagen, – darin bin ich eine absolute Niete, ehrlich mal! 😉

Gesagt getan, somit entstand unsere ‚Wir stricken uns einfach gegenseitig Schals‘-Aktion… Sinn der Sache ist, – wir ‚müssen‘ alle drei Stricken lernen und damit man einen Anreiz hat, vernünftig zu arbeiten, wird der Schal ‚verschenkt‘ bzw. getauscht. Einen Anreiz zügig zu arbeiten haben wir uns auch gesetzt, ‚Abgabetermin‘ ist nämlich der 15. Oktober, jaha, das ist schon ziemlich bald! 😀

Ich finde allerdings, dafür, dass ich erst gestern Abend meine ersten Maschen gelernt habe (dieses Mal von meiner Patentante, die eine wirklich gute Lehrerin ist!) bin ich gar nicht mal sooo schlecht, – mein Ansatz ist bisher noch nicht toootal unförmig, und ich habe immerhin seit gestern Abend schon 30cm gestrickt, – wenns so weitergeht, werde ich wohl pünktlich fertig sein 😉 Es macht mir ja auch ein kleines bisschen Spaß 😉

Jetzt werde ich mich aber leider erstmal das Ende von Goethes Drama ‚Iphigenie auf  Tauris‘ zu Gemüte führen ‚müssen‘, so ist das, wenn man einen Deutschleistungskurs hat, – lesen unter Zeitdruck 😉