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Piep!

Ich lebe noch.

Irgendwo zwischen Lernunterlagen und Selbstzweifeln.

Leidet zickt mein Daumen immer mehr und mittlerweile tut mir der ganze Arm weh.

So kurz vor dem Examen.

Ich weiß, dass ich einen Artikel übers Lernen versprochen habe, aber heute habe ich mir frei gegeben. (Nicht mal was gelesen. Oder gelernt.)

Morgen ist der letzte Schultag. Wuuuuhuuu! Es geht zu Ende. Mit mir. Und der Ausbildung.

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Hoppla!

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Beitrag darüber stehen, wie ich lerne.

Nun. Das Lernen hat mich davon abgehalten.


Obwohl ich überraschend doch keine 12-Stunden-Schicht hatte, hab ich nicht nur gefaulenzt. 🙂 (Dennoch habe ich mir ein hübsches Schaumbad gegönnt! Das war eine gute Idee!)


Ich habe Histo nun auch fast fertig zusammengefasst, mich etwas auf eine Nebenfachprobeklausur vorbereitet und schreibe gerade noch Mikrobiologie auf Karteikarten…

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Mieser Tag. (Mimimi.)

Manchmal, da läuft es einfach.
Das hatte ich in den letzten 14 Tagen oft.
Ich hab mich mit nem Ziel an den Schreibtisch img_3099gesetzt, geackert wie ne wilde, oft freiwillig auf eine Pause, die ich mir selbst versprochen habe verzichtet und doch habe ich irgendwie meine Ziele erreicht. Manchmal sogar mehr. Viel mehr.
Das war geil.
Es war dann ganz easy, sich zwei bis tausend acht Stunden an den Tisch zu setzten und zu lernen, ab und zu auch bis mitten in die Nacht.

Gestern habe ich noch gedacht, Mensch! Warum habe ich nicht die letzten drei Jahre so exzessiv gelernt. Dann wäre jetzt alles easy und ich müsste nur gezielt vorbereiten.
Ich konnte das nur auf Faulheit und ‚in den Tag leben‘ schieben…
Aber jetzt weiß ich es einfach wieder:

Mir fehlte Motivation.

Motivation ist einfach ein riesiger, wichtiger Bestandteil wenn man effektiv lernen möchte.
Dinge, die man richtig stark will, die lernt man viel einfacher als Dinge, die einen eigentlich nur kaum tangieren.

Lange Zeit wollte ich diese Ausbildung ja gar nicht zu Ende bringen, ich habe nur auf einen Studienplatz gewartet.
Die Ausbildung mit ihren Klausuren und Hausarbeiten und praktischen Prüfungen war mir relativ schnuppe. Jeweils bis kurz vorher. Dann habe ich doch noch irgendwie rangeklotzt.

Jetzt weiß ich aber: Daran, die Ausbildung zu beenden führt einfach kein Weg mehr vorbei, es muss jetzt sein.
Außerdem erhoffe ich mir, durch die Bonuspunkte einer abgeschlossenen Berufsausbildung im medizinischen Bereich einen Vorteil in der Unibewerbung und eben einen Studienplatz.
Wenn ich das Examen aber jetzt versammele, dann habe ich die Urkunde nicht rechtzeitig zur Sommersemesterbewerbung.
Also muss ich dieses Examen im ersten Anlauf schaffen.

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Trotzdem komme ich heute nicht richtig voran. Irgendwas stört. Oder fehlt. Ich weiß es noch nicht. Aber ich mache mir Druck.
Freitag habe ich nichts zusammengefasst, weil ich mit meinem Arm nicht mehr schreiben wollte, ich hatte Angst es würde noch schlimmer werden.
Gestern hatte ich 12 Stunden-Schicht und habe nur etwas gekreuzt und einige Karteikarten angeschaut, bzw. wurde von einer Kollegin abgefragt. Das lief noch nicht so gut, leider.
Heute wollte ich eigentlich fertig werden.
Es fehlt noch ein bisschen einiges; klinische Chemie, aber da sind die Repetitoren, also die Wiederholungsstunden auch noch nicht durch. Leber stand definitiv für heute auf dem Plan.
In Histo muss ich noch eine Vorlesung zusammenfassen.
Und dann eben auch noch lernen, lernen, lernen. (Und mir rennt doch die Zeit weg!)

Ich hoffe einfach, dass ich gleich irgendwo meine Motivation finde und nochmal richtig effektiv loslegen kann.
Bis dahin versuche ich mich über Hermiones #Prokastinationsscheiße mitreissen zu lassen.

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Examen vor der Tür! 

‚Ring-Ring! Hello! It’s me! I was wondering if after three years your knowledge talks to me?‘ 

Gestern in drei Wochen, – also Anfang Juni, wird mein Examen starten.

Eine wirklich aufregende Zeit auf die ich mich nun schon seit einigen Monaten mehr oder weniger intensiv vorbereite. 

Wie ihr bereits aus dem letzten Beitrag wisst, werden wir theoretisch schriftlich und mündlich und praktisch geprüft. 

Die letzte Woche hatte ich es wohl (mit dem Schreiben) ein wenig übertrieben und hatte ein kleines Wehwehchen im Arm… Aber dank angehender Physiotherapeutin in der Familie bin ich fast wieder fit…

Heute habe ich ’ne zwölf Stunden Schicht und nur einige Karteikarten überarbeitet und wiederholt… (Besser als nichts!) 

Morgen stehen die letzten Zusammenfassungen an (ja, das wird ein Powertag!), Sonntag ‚mal eben‘ die Nebenfächer und dann wird gelernt wie so ne Granger!
Stay tuned! 🙂 

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MTLA! MT-Was?!

 

‚Was machst du eigentlich für eine Ausbildung?‘ ‚Ich werde MTLA!‘ ‚MT-Was?‘

Ein Gespräch, dass ich in den letzten Jahren des Öfteren führte…

Ich werde (und langsam wird es arg real!) MTLA. Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin.

Um MTLA zu werden besucht man drei Jahre lang eine Schule, davon war bei mir ein knappes Jahr die praktische Ausbildung, also ein Praktikum in vielen möglichen Fachbereichen, die der Beruf zu bieten hat.

Die Ausbildung endet (wie bei mir, los geht’s schon in weniger als drei Wochen!) mit dem Staatsexamen bestehend aus zwei Klausuren (einmal Haupt- und einmal Nebenfächer), sowie vier praktischen Prüfungen (in den vier Hauptfächern), gefolgt von vier mündlichen Prüfungen (ihr ahnt es, in den Hauptfächern).

‚Und was macht eine MTLA?‘ ‚Sie arbeitet meistens in einem medizinischen Labor.‘

Das war dann meistens der Moment in dem mein Gegenüber häufig nickte. Ich aber auch oft wusste, dass mein Gegenüber nicht wirklich weiß, was ein medizinisches Labor so macht.

Also: Was tun wir?

Man kann sich schön an unseren vier Hauptfächern richten, sie geben ganz gut wieder, in welchen Fachbereichen ein medizinisches Labor arbeitet.

  • Hämatologie ist die ‚Kunde des Blutes‘ und beschäftigt sich mit den einzelnen Bestandteilen des Blutes. Im Vordergrund stehen hierbei (bei den Untersuchungen) in aller Regel die Zellen. Zur Hämatologie zählt beispielsweise das Blutbild, aber auch Blutgruppenbestimmungen (zB vor einer Bluttransfusion, dieses spannende, aber auch sehr Verantwortungsträchtige Spezialfeld heißt auch ‚Immunhämatologie‘.) und irgendwo auch die Hämostaseologie, also die Gerinnung.
  • Klinische Chemie, umgangssprachlich, aber nicht ganz korrekt wohl auch schon mal ‚Blutchemie‘ genannt, befasst sich meistens mit im Blut, genauer in seinen flüssigen Bestandteilen gelösten Stoffe. Beispiele, die ihr kennen könntet wären Calcium, Natrium, Kalium, aber auch Eisen, Leber- und Nierenparameter oder Hormone und unglaublich viele andere Stoffe! Allerdings nutzt die klinische Chemie für ihre Untersuchungen auch Urine (bspw. Teststreifendiagnostik und Sedimentuntersuchung als der sogenannte ‚Urin-Status‘) und Liquor cerebrospinalis, also zu gut Deutsch: Gehirnflüssigkeit. Ihr merkt es, die ‚klinische‘ ist wahnsinnig umfangreich und heute auch zumeist stark technologisiert, man arbeitet an ‚Autoanalysern‘ die uns die eigentliche Analysearbeit (i.d.R.) abnehmen, hier müssen die Ergebnisse von uns technisch ‚validiert‘ also bestätigt werden. (Hat das Gerät korrekt gearbeitet? Sind die Ergebnisse plausibel?)
  • Mikrobiologie befasst sich, ich denke das kann man so sagen, mit Krankheitserregern: den Bakterien, Viren, Parasiten und Pilzen. In der Regel werden die Errger (vor allem Bakterien und Pilze) ‚kultiviert‘, das heißt wir versuchen sie dazu zu bringen auf unseren Nährmedien zu wachsen. Anschließend versuchen wir herauszufinden um welchen Fiesling es sich handelt (Indentifizierung) und wie man ihn bekämpfen kann, die sogenannte Resistenztestung. Die Arbeit hier ist vielseitig und die Probenmaterialien (Urin, Stuhl, Abstriche, Sputum*, Blut, …) nicht immer appetitlich. Dafür kann man noch viel ‚per Hand‘ machen und spielt quasi bei jedem Fall ein bisschen auch Detektiv! (*googelt das keinesfalls wenn ihr leicht zu ekeln seid!)
  • Histologie, die Lehre des Gewebes. Nach (oder sogar während!) operativen Eingriffen werden meistens kleine Gewebeproben (manchmal aber auch ein ganzes Organ…) in ein pathologisches oder histologisches Labor geschickt. Hier sucht ein Pathologe dann Bereiche aus, die auf veränderte oder kranke Zellen hinweisen und die MTLAs stellen hieraus durch Fixieren (also dem Schutz vor Fäulnis und ähnlichen Abbauprozessen), Einbetten in Paraffinwachs (um das Organstück zu stabilisieren), schneiden in ultradünne Scheibchen (meist 3-5mikrometer) und anschließendem Anfärben schöne Präparate her, die der Pathologe dann bewertet und sein Ergebnis dem Klinker, also dem behandelnden Arzt mitteilt.

…und das sind nur unsere Hauptfelder! Ihr seht schon, es ist ein Recht facettenreicher Beruf!

Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig Licht in die Frage bringen ‚Was macht die eigentlich?‘ und freue mich, dass ihr mir in den letzten Zügen der Ausbildung über die Schulter schaut! 🙂

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Themenwoche Psychohygiene

Die liebe Hermione Rescue hat zum Beginn dieser Woche zur ‚Themenwoche Psychohygiene‘ aufgerufen und auch ich möchte es mir nicht nehmen lassen, etwas dazu zu schreiben.
(Was es übrigens mit dem #TeamAsozialesPack auf sich hat könnt ihr auch bei ihr auf dem Blog erfahren! 😉 )

Psychohygiene. 
Ein Wort, das irgendwie merkwürdig professionell und herzlich wenig praxisbezogen klingt.
Von Anfang: Psycho-Hygiene.

‚Psycho‘. Aha. Irgendwas mit Seele, Geist, und Befindlichkeit derer.

‚Hygiene‘, – also irgendwas mit sauber. Was genau? Puh. Typsache.

Individuell.
Ich denke, Psychohygiene, das hat genau wie Haushaltshygiene oder gar Körperhygiene mit dem Individuum an sich zu tun.
Einige unter uns mögen es besenrein im Haus. Andere wollen sich in jeder Oberfläche glänzen sehen, wieder anderen reicht ein solides Chaos mit ner Schicht Staub auf jedem Ding. Und dann gibts natürlich noch die Messis. Und die Hygienefetischisten.

So oder so, jeder entwickelt früher oder später seine Routinen.
Schon als Kind bekommen wir beigebracht, wann man sich wäscht, die Zähne putzt oder den Tisch abwischt. Früher oder später wird es uns einfach zur Gewohnheit und es passiert automatisch. (Oder auch nicht. Das sind dann die Menschen, die mit den Öffis fahren und dabei ihre Duftnote mit allem im Zug teilen.)

Psychohygiene hingegen wird selten explizit angesprochen. Oder hat eure Mutter euch mal vom Essesstisch geschickt, weil ihr noch nicht sauber genug in der Psyche wart? Nein? Mich auch nicht. Mit schmutzigen Fingern nach dem Sandkastenspiel aber schon.

Es ist also eine Kompetenz, die man sich selbst aneignen muss.
Wie geht es mir gerade? Was macht Situation xy mit mir? Ich fühle mich unwohl? Woran liegt das?

Problem? Lösung!
Gerade in Gesundheitsberufen oder bei anderen Kontakten mit dem Schicksal anderer (aber auch dem eigenen!) hat man quasi nur zwei Optionen der Coping-, also Überwindungsstrategien;

Möglichkeit A:
‚Oh. Da ist grad wer verstorben. Das fühlt sich nicht gut an für mich. Da muss ich drüber sprechen. Oder etwas zu schreiben. Oder laufen gehen. Oder *hier individuelle Strategie einfügen*, damit es mir wieder besser geht.‘ 
Das ist gesund. Zu merken, dass es einem nicht so gut geht, es ansprechen, die Ressourcen zu nutzen, die man hat. Wege zu gehen, von denen man weiß, dass sie helfen.

Möglichkeit B:
‚Ach. Ne Leiche. Hab ich ja schon tausende gesehen. Macht mir gar nichts. Reden? Nee, lass mal, das ist für Schwächlinge.*Hier beliebigen Mackerspruch einfügen.*‘
Das klingt für mich eher ungesund.

Reifen vs. Verrohen.
Alles in Allem finde ich, sollte man sich immer wieder folgende Frage stellen.
‚Kann ich mit dieser Situation umgehen, weil ich reifer geworden bin, oder bin ich bloß so sehr verroht, dass ich keine adäquate Reaktion auf dieses Ereignis mehr zeigen kann?‘.

Psychohygiene sehe ich als ständige Gratwanderung an. Auf der einen Seite die Empathie für Betroffene zu erhalten, auf der anderen Seite sich selbst in ausreichender Menge zu schützen.
Dies geht allerdings nur, wenn man sich mit sich selbst beschäftigt, Gefühle zulässt und hinterfragt und eben ausreichend Ventile hat.

Meine Strategie
Ein Ventil, auch für mich, ist beispielsweise schwarzer Humor.
Mit Kollegen nach einem Dienst humorvoll über die Ereignisse des Tages zu sprechen hilft mir auf der einen Seite in mich herein zu spüren ‚Ist alles tutti, Psycho?‘ und auf der anderen Seite, in der Reaktion meines Gegenübers zu sehen, ob ich, in seinen Augen noch angemessen mit der Situation umgehen kann.
Mir reicht meine Psyche besenrein. Wenn mal Krümel auf dem Boden liegen, muss ich zwar fegen, aber Großputz mache ich nur alle paar Monate mal, dann meistens in Form von ‚Gönn dir was Tagen‘, an denen ich es mir einfach mal richtig gut gehen lasse.

Wie handhabt ihr eure Psychohygiene?

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Was bisher geschah…

Was ist passiert bei mir in den letzten fünf Jahren?

Nun ja. Einiges.
Ich habe mein Abitur gemacht. Es ist nicht ganz so toll geworden, wie es möglich gewesen wäre, ich war aber eben auch nicht ganz so fleissig, wie ich hätte sein können.

Der Plan stand fest: Medizin studieren, Ärztin werden.
Am Montag nach unserem Abiball, ganz ohne Urlaub einzulegen, ging ich in mein Pflegepraktikum. Drei Monate waren anvisiert, es handelte sich um eine Infektionsstation, ich habe viel gelernt, bin wahnsinnig viel gelaufen, habe mich das ein oder andere Mal alleine gelassen gefühlt, aber eben auch Verantwortung übernehmen dürfen und müssen. Es war toll und grauenvoll zugleich.

Irgendwann begann die Uni-Bewerbungszeit und ich machte meine Wahl…
Leider reichte die Zahl hinter meinem ‚Einskomma‘ nicht aus, 0,1 Punkte weniger und zack, ich wäre, wie meine Abifreundin drin gewesen. Aber so? Keine Chance.
Als meine drei Monate Pflegepraktikum um waren, entschloss ich mich, noch einen guten Monat hinten dran zu hängen, ich hatte ja auch sonst nichts.

Anschließend begann in einen Bundesfreiwilligen-Dienst bei ‚meiner‘ HiOrg… Ich war Mädchen für alles und neben der Haupttätigkeit, dem Fahren von rollstuhlgerechten Fahrzeugen, oft samt Fahrgast im unqualifizierten Krankentransport, durfte ich Erste-Hilfe-Kurse leiten, das Büro organisieren und ab und an einen Sanitätsdienst besetzten.
Noch dazu wurde mir die Möglichkeit gegeben, in Abendschule meinen Rettungssanitäterlehrgang zu machen…
Rückblickend hatte ich im BFD eine sehr schöne, lockere Zeit…

Während jeder, nun folgenden, Bewerbungsphase für Medizinstudienplätze ging in ganz fest davon aus, dass ich nun langsam mal ‚dran sei‘, bewarb mich sogar nicht mal auf eine Ausbildung, so sicher war ich mir.
Um so härter traf mich im Frühjahr nach meinem Abitur die weitere Absage…

Aber Rumheulen bringt einen nicht weiter, zack, schrieb ich nun doch eine Bewerbung. Für eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Laboratoriumsassistentin.
Und wurde prompt abgelehnt.
Im Nachhinein frage ich mich eh, woher ich die Arroganz nahm, nur eine einzige Bewerbung zu schreiben.

Durch irgendwelches Glück allerdings, rückte ich nach und erhielt den Ausbildungsplatz schlussendlich doch.
Ich nahm in an, dankbar, aber irgendwie auch nie richtig motiviert und zufrieden.
Irgendwie ging ich von Anfang an davon aus ein Halbjahr, maximal ein Jahr zu machen und im Anschluss endlich meinen Studienplatz zu bekommen.

Alle Ferien des ersten Ausbildungsjahres verbrachte ich zunächst im Krankenhauspraktikum für den Rettungssanitäter, später im Wachenpraktikum.
Dort sieht man so einige Schicksale, bekommt das ein, oder andere Elend mit, aber lernt eben auch eine ganze Menge.
Meine wichtigste Lektion? Die, dass ich nun wirklich wusste, Medizin? Voll mein Ding!
In beiden Praktika durfte ich nach kurzer Zeit schon recht selbstständig (unter Beobachtung, versteht sich!) arbeiten und hatte super viel Spaß.
Schließlich folgte die RS-Abschlussprüfung, in den ersten Ferien meines zweiten Ausbildungsjahres.
Was soll ich sagen? Ich habe gelernt wie sonst nur was (und zwar nur in der prüfungsvorbereitenden Woche, vorher hatte ich mit der Ausbildung genug zu tun…)
Und am Ende? Easy-cheasy. Schriftlich 2, Praktisch und Mündlich 1. ‚Läuft‘, sagt man heute.
Der Plan war es, neben der schulischen Ausbildung ohne Vergütung, mit dem RS nebenher zu jobben. Umgesetzt habe ich das allerdings bis heute nicht.

Im letzten Sommer kamen die Flüchtlinge ‚wie eine Welle‘ auf uns zu, die HiOrg wurde im Rahmen des Katastrophenschutzes gebeten eine Notunterkunft aufzubauen und ich verbrachte fast meine gesamten Sommerferien dort. Erst mit dem Aufbau der Unterkunft, dann mit der Ausstattung und schließlich mit der sozialen und medizinischen Betreuung geflüchteter Menschen aus (fast) allen Herrgottsländern. Mit quasi ausschließlich tollen Erfahrungen. Aus dem RS-Nebenjob wurde nun also ‚Flüchtlingshelferin’…

Im dritten Lehrjahr tingelte ich durch die praktische Ausbildung, das heißt mehrwöchige Praktika in allen Ausbildungsbereichen.
Spannend, anstrengend, aufreibend.

Ihr merkt’s, ne? Drittes Lehrjahr.
Jedes einzelne Semester habe ich mich wieder auf den Traum von der Medizin beworben. Geklappt hat’s bisher allerdings noch nicht.

Und nun?
Nun klopft das Staatsexamen an die Tür und ich werde hoffentlich quasi ‚ungewollt‘ MTLA.
Die Ausbildung liegt in den letzten Zügen und ihr dürft mir gerne dabei über die Schulter schauen.

Ich freue mich jedenfalls! 🙂